Sauna – mehr als nur eine Wohltat

Sauna – mehr als nur eine Wohltat

Die einen lieben die Sauna – die anderen verstehen nicht, warum sie sich nackt mit Fremden in eine Holzkabine hocken sollten. Aus gesundheitlicher Sicht gibt es jedoch zahlreiche Argumente für die Schwitzkur.

Finnland hat fünf Millionen Einwohner und knapp eine Million Saunen. Dort ist das regelmässige Schwitzen so normal wie das tägliche Zähneputzen. Seit rund 2500 Jahren nutzen die Skandinavier die Sauna zur Erholung und Reinigung des Körpers.

Dafür sollten Sie sich „erwärmen“

Kräutersauna

Die hohen Temperaturen von bis zu 100 Grad fördern die Durchblutung und Entspannung von Haut und Muskulatur, sodass sich schmerzhafte Verspannungen lösen können. Dies sorgt dafür, dass man sich nach der Sauna sehr ausgeglichen und spürbar erholt fühlt. Darüber hinaus sorgt der Wechsel zwischen heissen und kalten Temperaturen dafür, dass das Immunsystem gestärkt und das Wärmeregulationssystem trainiert wird, wodurch sich auch das Kälteempfinden verbessert. Dies ist darauf zurückzuführen, dass sich während des Saunierens die Körpertemperatur um ein bis zwei Grad erhöht.

Die Erwärmung des Körpers gleicht einem vorübergehenden Fieber: Die sogenannten «Interleukine», sprich Botenstoffe der Zellen des Immunsystems, aktivieren die Abwehrkräfte des blutbildenden Systems, sodass potenzielle Krankheitserreger eliminiert werden. Durch die Ausdehnung der Blutgefässe steigt auch die Herzfrequenz, wodurch das Herz trainiert wird. Auch die Wechselwirkung zwischen Hitzereiz und anschließendem Kältereiz stärkt das Herz-Kreislauf-System.

Schwitzen Sie sich gesund!

Saunieren hält gesund und fit

Letztlich regt das Saunieren auch den Stoffwechsel und die Schweissproduktion des Körpers an, wodurch die Entgiftung und Ausscheidung über die Haut angekurbelt wird. Ein Saunagang kann auch bei Hauterkrankungen wie Schuppenflechte und Neurodermitis Linderung verschaffen. Insbesondere Saunen mit hoher Luftfeuchte können sich positiv auf die Schleimhäute der Atemwege auswirken, sodass Atemwegserkrankungen und Erkältungen vorgebeugt werden. Durch die heisse Luft werden die Schleimhäute besser durchblutet – es werden vermehrt Sekrete abgesondert, in denen sich Abwehrstoffe gegen Krankheitserreger befinden. Ein weiterer Grund, warum Saunieren die Abwehrkräfte steigert.

Nach dieser Phase entspannt man auf einer Liege. Das Herz schlägt langsam und kräftig, die Haut fühlt sich wohlig und geschmeidig an. Ein solcher Saunagang wird idealerweise dreimal hintereinander wiederholt, und das ein bis zweimal pro Woche. Erst durch die regelmässige Anwendung – auch im Sommer – profitiert der Körper von den Vorteilen des Saunierens.

Für manche gilt Sauna-Verbot

Nur in wenigen Fällen wird vom Saunieren abgeraten. Verboten ist es während einer Erkältung, bei frischen Wunden und nach Alkoholkonsum. Auch Menschen, die einen Herzinfarkt erlitten haben, an einer Venenthrombose oder einer Verengung der Hauptschlagader leiden, müssen verzichten. Bei Herzrhythmusstörungen oder Herzschwäche sollte man sicherheitshalber seinen Hausarzt konsultieren. Schwangere können in die Sauna gehen, wenn sie es gewohnt sind – doch sollten sie auf einer unteren Bank sitzen.

Zum Abschluss unseres Blogbeitrags möchten wir Ihnen noch ein paar wichtige Saunaregeln mit auf den Weg geben. Damit steht dem richtigen und gesunden Saunieren nichts mehr im Wege!

Die 10 goldenen Regeln für die Sauna

  1. Ein Aufguss erhöht die Luftfeuchte und ist nur am Ende des Saunagangs erlaubt. Man sollte jedoch vorher unbedingt die Mitsaunierer fragen, denn viele vertragen den Hitzestoss nicht.
  2. Zwei Gänge sind das Minimum, mehr als drei Gänge aber nicht zu empfehlen.
  3. Vor der Sauna sollte man weder viel essen noch Alkohol trinken.
  4. Wer nach dem Sport im Fitnessstudio saunieren möchte, soll das erst tun, wenn der Puls wieder normal ist. Die Pause sollte mindestens 15 Minuten betragen.
  5. Bei einem Saunagang verliert der Körper etwa einen halben Liter Schweiss. Trotzdem sollte man während der Gänge nichts trinken, sondern nur vorher oder nachher.
  6. Beim Saunieren gilt grundsätzlich: Lieber kurz und heiss als lang und lau.
  7. Die beste Haltung ist die Rückenlage – so befindet sich der Körper von Kopf bis Fuss in derselben Temperaturzone.
  8. Gegen Schluss des Saunagangs in tiefere Gefilde absteigen und sich aufsetzen, damit der Kreislauf das Aufstehen verkraftet.
  9. Nach dem Abduschen mit kaltem Wasser empfiehlt sich ein warmes Fussbad. Im Körper ist noch eine Menge Wärme gespeichert. Man schwitzt nach und fühlt sich so richtig schlapp.
  10. Nach dem letzten Gang nur ohne Duschgel duschen, ansonsten trocknet die Haut zu sehr aus.

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Unsere Saunalandschaft ist täglich von 10 bis 22 Uhr geöffnet.


Haftungsausschluss (Disclaimer): Trotz sorgfältiger Recherche über die Nutzung von Saunen und deren gesundheitlichen Vor- und Nachteile, übernimmt der Autor keinerlei Gewähr für die bereitgestellten Informationen. Lassen Sie sich bei Bedarf über die Nutzung von Saunen von einem Facharzt beraten.

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